Bei einer Drückerbank gehören Liegefläche und Langhantelablage zu einer Station. Anders als bei einer frei aufgestellten Hantelbank muss die Bank vor dem Training nicht jedes Mal neu zur Stange ausgerichtet werden. Ob die Station zum Trainingsplatz passt, zeigt sich an drei praktischen Fragen: Lässt sich die Hantelstange aus einer stabilen Position herausheben? Passt die vorhandene Stange zur Ablage und zur gewünschten Griffweite? Bleibt im Raum genug Platz zum Beladen und für eine Hilfsperson?
Drückerbank oder Hantelbank im Power Rack?
Eine feste Bankdrückstation ist besonders sinnvoll, wenn Bankdrücken einen eigenen Trainingsplatz erhalten soll. Im Studio bleibt das Power Rack dadurch für andere Übungen verfügbar. Auch bei wechselnden Trainierenden bleibt die Position der Liegefläche zur Ablage bei einer festen Flachdrückerbank gleich.
Im Home Gym hängt die Entscheidung stärker vom vorhandenen Equipment ab. Ist bereits ein Power Rack mit geeigneten Sicherheitsablagen vorhanden, kann eine passende Hantelbank denselben Trainingsplatz für das Bankdrücken nutzbar machen. Eine separate Drückerbank bietet vor allem dann einen Vorteil, wenn regelmäßiges Umstellen entfällt oder zwei Personen Rack und Bank gleichzeitig nutzen möchten. Für die Raumplanung zählt deshalb, ob die Station einen zusätzlichen Trainingsplatz schafft oder einen vorhandenen lediglich doppelt belegt.
Passt die vorhandene Langhantel auch zur gewünschten Griffweite?
Für die Kompatibilität sind zwei Maße entscheidend. Das Griffinnenmaß der Langhantel ist der Abstand zwischen den beiden Scheibenaufnahmen. Dieser Abschnitt muss lang genug sein, damit der Stangenschaft auf beiden Hantelablagen aufliegt und die Scheibenaufnahmen außerhalb der Ablagen bleiben. Der freie Abstand zwischen den Ablagen bestimmt dagegen, wie viel Platz den Händen beim Greifen und Ablegen bleibt. Das ist besonders bei breitem Griff relevant.
Wie viel Platz benötigt eine Bankdrückstation tatsächlich?
Die Außenmaße der Drückerbank reichen für die Planung nicht aus. In der Breite bestimmt häufig die aufgelegte Langhantel den Platzbedarf. Steht ein Stangenende zu nah an einer Wand, lässt sich die Bank zwar aufstellen, eine Scheibe aber möglicherweise nicht mehr gerade aufschieben oder mit beiden Händen abnehmen. Auch fest montierte Scheibenhalter benötigen im beladenen Zustand Platz.
Ist das Training mit einer Hilfsperson vorgesehen, benötigt diese hinter dem Kopfende der Bank ausreichend Standfläche. Im Studio sollte die Drückerbank so ausgerichtet sein, dass die beladene Langhantel nicht in Laufwege hineinragt und der Zugang zur Bank frei bleibt.
Was macht eine passende Einstellung beim Bankdrücken aus?
Ablagehöhe und Höhe der Notablagen erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Die obere Ablage muss das Herausheben ermöglichen, während der obere Rücken Kontakt zum Polster hält. Müssen die Schultern nach vorn geschoben werden, um die Stange über die Haken zu heben, liegt sie zu hoch. Ist vor dem Herausheben bereits eine deutliche Drückbewegung nötig, liegt sie unnötig tief.
Bei den Notablagen kommt es auf Höhe und Reichweite an. Die Stange soll während einer regulären Wiederholung frei bleiben und sich bei Bedarf innerhalb der vorgesehenen Auffangfläche ablegen lassen. Eine Prüfung mit unbeladener Stange in der tatsächlichen Trainingsposition zeigt, ob beide Bedingungen erfüllt sind. Bei verstellbaren Drückerbänken ist diese Einstellung nach einem Winkelwechsel neu zu beurteilen. Eine für das Flachbankdrücken geeignete Position gilt nicht automatisch für das Schrägbankdrücken.
Was gehört bei einer Drückerbank zum vollständigen Trainingsplatz?
Produktbilder zeigen häufig eine beladene Station. Langhantel, Hantelscheiben und Verschlüsse sind jedoch nicht automatisch im Lieferumfang enthalten. Für eine Neuanschaffung lohnt deshalb der Abgleich in dieser Reihenfolge. Zuerst muss die Stange auf die Bank passen, anschließend müssen Scheiben und Verschlüsse zu den Aufnahmen der Stange passen. Bei bereits vorhandenem Equipment ist damit schnell geklärt, welche Teile weiterverwendet werden können.
Auch eine integrierte Scheibenablage ist von der Langhantelablage zu unterscheiden. Die Langhantelablage trägt die Stange zwischen den Sätzen, die Scheibenablage hält ungenutzte Gewichte griffbereit. Fehlt eine solche Aufbewahrung, sollte ein separater Scheibenständer von Anfang an so eingeplant werden, dass beide Stangenenden für den Gewichtswechsel zugänglich bleiben.